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10 ADS-TIPS

AD(H)S: Übersicht

Ellrott: ADS und Schule

AD(H)S - Kritik

AD(H)S - 10 Tipps

Das Folgende ist zitiert und übersetzt aus: RITALIN IS NOT THE ANSWER  von Dr. DAVID B. STEIN.

Durchbrechen Sie den Teufelskreis:

1. Nicht mehr als eine halbe Stunde TV täglich.

2. Widmen Sie der Familie eine Stunde jeden Abend zum gemeinsamen Lesen. Lassen  Sie Ihre Kinder während dieser Zeit mit Ihnen schmusen oder knudeln.

3. Vor dem Zu Bett Gehen nehmen Sie sich 15 Minuten um mit Ihrem Kind ruhig zu reden. Halten Sie keine Vorträge, hören Sie  lieber zu.

4. Nehmen Sie ihr Kind mindestens einmal pro Woche auf einen ruhigen Spaziergang mit. Nehme Sie es an die Hand. Machen Sie Späße. Seien Sie spielerisch. Lehren Sie Ihr Kind die  Schönheit und Ruhe der Schöpfung.

5. Fahren Sie organisierten Sport soweit herunter, daß er das Kind nicht zeitlich überfordert.

6. Schicken Sie Ihr Kind nach der Schule  zuerst einmal für ein bis zwei Stunden nach draussen zum unbeaufsichtigten freien Spielen.

7. Nehmen Sie Ihr Kind gelegentlich mit in einen Park, zu einem Fluss oder irgendwo in eine heitere  Gegend und machen Sie ihm vor, einfach nur ruhig dazusitzen und eventuell den Gedanken zu lauschen.

10 Wege, aufzuhören, ein Kind zu einem ADS-Kind heranzuziehen.

1.  Häufiges Anschreien des Kindes oder anderer Familienangehöriger bringt Kindern bei, wie man ausflippt. Ein lautes zu Hause lehrt  Kinder, seine Aufmerksamkeit in den Schongang zurückzufahren und  unaufmerksam zu werden.

Lösung: Sprechen Sie jederzeit mit normaler Lautstärke. Wenn Sie Ihrem Kind was sagen müssen, tun Sie dies in ruhigem, normalem, sicherem Ton.

2. Häufiges Schlagen oder ein häufiger “Klaps” bringt Ihrem Kind bei, unbequeme Seiten in ihrer Lebenswelt auszublenden und zu verdrängen. Es macht sie ausserdem nervös und angespannt, was Lernen stört und  HKS-verhalten fördert.

Lösung: Schicken Sie Ihr Kind in eine Auszeit (Pause machen lassen). Nutzen Sie Belohnungsentzug in einem schwereren Fall (z.B. aggressives Verhalten).

Nehmen Sie sich selber eine regelmäßige tägliche Auszeit, am besten zum Meditieren oder zur Entspannung alleine.

3. Wenn Sie in Ihrem Verhalten unberechenbar und impulsiv sind,  wird Ihr Kind es schwer haben, richtig und falsch zu unterscheiden. Ihr Kind versteht dann nicht, wie es sich verhalten und wie es sich nicht verhalten sollte.

Lösung: Seien Sie konsistent mit Lob und Tadel.

4. Indem Sie alles für Ihre Kinder tun, lehren Sie es, nicht nach zu denken, keine Probleme zu lösen und nicht unabhängig zu sein. Nicht nach zu  denken ist eines der Schlüsselsymptome aufmerksamkeitsgestörter Kinder.

Lösung: Nutzen Sie die Tabelle (in der herunterladbaren Broschüre der Leitseite) über altersgemäß zumutbare Mitarbeit und regelmäßige Pflichten Ihres Kindes im Haushalt, die es selbständig (ohne erinnert zu werden) durchführen muss. Lehren Sie es, Dinge für sich selbst und andere Dinge im Dienste der familiären Veranwortung zu tun. Dadurch lernt Ihr Kind konsequentes Verhalten, Erinnern und Aufmerksamkeit.

5. Indem Sie Ihre Kinder ständig erinnern, lehren Sie es, nicht selber zu denken.

Lösung: Loben Sie es, wenn es sich von selbst erinnert.

6. Wenn Sie Ihre Kinder vor den Folgen ihres Fehlverhaltens warnen, ist dies gleichbedeutend, sie daran zu erinnern und trägt zu ihrem  Nicht-(selber) Denken bei.

Lösung: Bei Fehlverhalten schicken Sie Ihr Kind unmittelbar in die Auszeit (Pause machen lassen).

7. Mit Ihrem Kind gemeinsam bei den Hausaufgaben zu sitzen macht es abhängig.

Lösung: Legen Sie strikte Konsequenzen fest, falls die Schule nicht oder ungenügend gemachte Hausaufgaben meldet, z. B. Streichen des freien Spielens nach der Schule.

8. Wenn Sie verpassen, Ihr  Kind für gutes Verhalten zu loben, wird dies die Lust Ihres Kindes zu eben diesem Verhalten verringern - Hausaufgaben zu machen, ihre Kurse zu besuchen, ihre Probleme zu lösen, Initiative zu ergreifen.

Lösung: Aufmerksamkeitsgestörte und hyperaktive Kinder haben Probleme mit der Motivation - dies kann nur mit Hilfe einer gehörigen Dosis täglichen Lobs geheilt werden.

9. Faktische (unbeabsichtigte) Vernachlässigung ist der Hauptgrund für Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität bei Kindern. Wir schaffen es nicht, Kindern angemessenes Verhalten bei zu bringen, ihre  positiven Werte zärtlich zu nähren und wir brechen ihren Geist. Unser gestresstes und betriebsames Leben stehlen unseren Kindern die Menge und die Qualität von Zuneigung und Zuwendung, die sie von uns  benötigen. Die dramatische Zunahme der Zahl aufmerksamkeits/hyperaktiv gestörter Kinder beruht nicht auf der epidemischen Ausbreitung einer Krankheit, sondern weil Kindern, die ohne Liebe, Hege und Pflege  aufwachsen, ganz einfach alles egal ist.

Lösung: Schneiden Sie aus Ihren Zeitplan-Pflichten nicht nur Zeit nach Qualität, sindern auch nach Quantität - also genügend Zeit - heraus - und zwar jeden und jeden Tag aufs Neue. Kinder brauchewn unsere Aufmerksamkeit.

10. Der Fehler, Erziehung und Lesen nicht wichtig genug zu nehmen, verschafft Ihrem Kind Nachteile ein Leben lang.

Lösung: Vom Kindergarten an sollten Sie ein tiefes und aufrichtiges Interesse am Tag Ihres Kindes im Kindergarten / in der Schule an den Tag legen. Sitzen Sie und sprechen Sie mit ihm über seinen Tag und teilen Sie mit ihm ebefalls, wie Ihr Tag verlief. Die beste Zeit hierfür ist das gemeinsame Essen, wenn alle versammelt sind.

Zeit, Zuneigung, Aufmerksamkeit und Interesse an Schule, Lernen und Betragen sind kritische Grössen wenn Sie möchten, daß Ihr Kind aufmerksam ist und sich in der Schule akzeptabel beträgt.  Erinnern Sie sich daran, daß dies die Art ist, wie Werte vermittelt werden. Bei einem Kind, das seine Erziehung wertschätzt, wird kaum ADS oder HKS diagnostiziert werden.

Bieten Sie Ihrem  Kind viel gemeinsame Freizeiten von erzieherischem Wert - wie Zoobesuche, Museen, Live-Konzerte, historische Stätten, Natur usw.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr KInd gerne liest. Kinder, die viel  lesen, haben so gut wie keine Aufmerksamkeitsprobleme.

Wenn Sie diese 10 Punkte beachten, werden bei Ihrem Kind sehr positive Veränderungen eintreten und Sie werden Ritalin nicht brauchen.

Wenn die Probleme wiederkehren, werden Sie nachlässig. Verantwortungsvolle Elternschaft zur Verhinderung Aufmerksamkeits- oder Betragensprobleme erfordert Ihre vollständige Hingabe.

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